Heizkreis-Ladung

Die Ladefunktion vergleicht die Begrenzer-Temperatur mit dem Sollwert der Ladung und aktiviert die Anforderung. Für die Sollwertberechnung stehen 3 Optionen zur Verfügung:

  1. Sollwert Heizkreise: Der höchste Sollwert aller verknüpften Heizkreisen wird als Referenzwert berücksichtigt.
  2. Separate Heizkurve: Anhand einer separaten Heizkurve in Abhängigkeit der Aussentemperatur berechnet die Ladefunktion den Sollwert.
  3. Sollwert Kombination: Der höchste Sollwert aller verknüpften Heizkreise und des Sollwerts der separaten Heizkurve wird als Referenzwert verwendet.

Ladungs-Steuerung mit einem Begrenzerfühler

Ist die Temperatur des Begrenzerfühlers, abzüglich dem einstellbaren Parameter "dT-Heizen", kleiner als der Sollwert, dann aktiviert die Ladefunktion eine Wärmeanforderung. Die Anforderung wird beim Erreichen der Solltemperatur beendet.

Als Begrenzerfühler wird der Speichertemperaturfühler oder bei Heizkreis-Steuerungen ohne Pufferspeicher der Rücklauffühler verwendet.

Ladungs-Steuerung mit zwei Fühlern

An Stelle eines einzelnen Begrenzerfühler können zwei Fühler für die Heizanforderung verwendet werden: Der Fühler "Speicher oben" bewirkt dann das Einschalten, der Fühler "Speicher unten" das Beenden der Ladeanforderung. Speicher mit grossem Volumen werden durch diese Funktionalität vollständig aufgeladen, da der untere Fühler die Ladung beendet. Durch die räumliche Hysterese verringert sich die Anzahl Lade-Zyklen, was sich bei Erzeugern, die eine "Einschwing-/Stabilisierungsphase nach dem Einschalten" benötigen (wie z.B. Wärmepumpen) positiv auf die Lebensdauer und den Wirkungsgrad des Erzeugers und somit letztlich auf die Heizkosten auswirkt.

Sollwert-Korrektur

Die Sollwertkorrektur verändert die Heizkurve des Heizkreises um eine einstellbare Differenz in Abhängigkeit der Aussentemperatur. Damit lassen sich z.B. Leitungsverluste kompensieren.

Volle Speicherladung

Anhand der vollen Speicherladung hat der Anlagenbetreiber die Wahl, während drei definierten Zeitfenstern den Speicher auf einen fixen Wert zu laden. Dadurch können während der Niedertarif-Zeit Energiekosten gespart werden.

Bivalente Erzeuger (Hybrid-Systeme)

Systeme mit mehreren Erzeugern bringen dem Kunden mehr Sicherheit und bei Wärmepumen auch den notwendigen Komfort. Als alternative Erzeuger werden oft Elektroeinsätze im Energiespeicher verwendet. Es können jedoch auch bestehende Heizsysteme wie Öl, Gas oder Holzfeuerungen integriert werden.

Es stehen verschiedene Formen für die Ladung bivalenter Systeme zur Verfügung:

  • Alternative Ladung bei tiefen Aussentemperaturen für Luft/Wasser Wärmepumpen oder andere Erzeuger
  • Alternative Ladung bei tiefen Speichertemperaturen für Wärmepumpen oder andere Erzeuger
  • Alternative Ladung bei hohen Speichertemperaturen für Wärmepumpen oder andere Erzeuger
  • Parallelbetrieb nach einer Zeitverzögerung innerhalb bestimmter Temperaturgrenzen
  • Notheizbetrieb bei defektem Erzeuger

Einführungskurs WPC3-U und SORA-W/WX

  • Am 2. März 2018
  • Um 13:40 Uhr

findet bei Dolder Electronic AG

  • In 6037 Root
    (Nähe Luzern)

ein kostenloser Einführungskurs zu den Universalreglern WPC3-U und SORA-W/WX statt.